LambadaIm Juni 1989 veröffentlichte die französisch-brasilianische Popband Kaoma mit „Lambada“, gesungen von der Sängerin Loalwa Braz, einen internationalen Welthit, der ein Lambada-Fieber in den Tanzschulen auf der ganzen Welt auslöste. Damals erreichte der stimmungsvolle feurige Song in deutschen Charts für 21 Wochen den ersten Platz. Ein One Hit Wonder, was Kaoma leider nicht wiederholen konnte.

Kein Lambada ohne Loalwa Braz

Die Frontsängerin Loalwa Braz begann bereits als Teenager an zu singen, lebte in Paris und Genf. Als Tochter einer Musikerfamilie lag ihr das Singen im Blut. Ihr größter Hit blieb „Lambada“ von ihrer Band Kaoma, der in 11 Ländern eine Spitzenposition in den Charts erreichte. Im Guiness-Buch der Rekorde wurde Sie als eine der meistgehörten Stimmen der Welt verewigt.

Ohne ihre Stimme hätte „Lambada“ das brasilianische Feuer gefehlt. Neben dem One Hit Wonder sang Sie auch viele weitere Lieder, die Sie in Portugiesisch, ihrer Muttersprache, sowie Spanisch, Französisch und Englisch wiedergab.

Bis zu ihrem tragischen Tod am 19. Januar 2017 lebte Loalwa Braz nahe der Küstenstadt Saquarema und betrieb dort eine kleine Pension. Drei verdächtige Männer wurden wegen Mordverdacht festgenommen, darunter der junge Wächter ihrer Pension. Die Sängerin wurde in einem ausgebrannten PKW gefunden, welches im Umkreis ihrer Wohnung stand.

Paartanz Lambada

Der Song „Lambada“ wurde als Single über 25 Millionen mal verkauft und basiert auf dem Originalsong „Llorando se fue“ (Weinend ging sie), den die Folklore-Band Los Kjarkas aus Bolivien komponiert hatte. Vom Radio-DJ Heraldo Caracciolo wurde der einheitliche Namen Lambada geschaffen, der die verschiedenen Tanzstile Merengue, Salsa, Carimbo, Rumba, Plena, Forro und Maxixe vereinte.

Das Wort „Lambada“ bedeutet übersetzt Klaps oder Schwung. Weltweiten Ruhm erlangte der Song erst durch die Popgruppe Kaoma, als er im Juni 1989 in Paris der Öffentlichkeit werbewirksam präsentiert wurde. Das Lambada-Fieber griff um sich, das flotte Lied erklomm in Frankreich, Deutschland, Österreich, Skandinavien und Italien wochenlang Spitzenplätze.

Zwischen der Band Los Kjarkas und Kaoma kam es zu einem kurzweiligen Rechtsstreits, weil große Teile von „Lambada“ Textpassagen von „Llorando se fue“ enthielten, doch alle beteiligten Parteien inklusive CBS, EMI und den Originalkomponisten konnten sich schließlich auf eine finanzielle Regelung einigen.

Musikvideo und Lambada-Remixe

Das Musikvideo zu „Lambada“ wurde am Cocos-Strand von Trancosco (Bahia) aufgenommen. Vor allem das brasilianische Kinderduo Chico & Roberta sind darin zu sehen, wie sie den Lambada-Tanz vollführen. Von dem Video inspiriert, erlebten die Tanzschulen in Deutschland einen Hype, weil vor allem junge Erwachsene den erotischen Paartanz erlernen wollten. Der Sommer 1989 war sehr vom musikalischen Flair Brasiliens geprägt und muss eine tolle Zeit gewesen sein.

Im Jahr 2011 komponierte der Sänger Don Omar mit Taboo“ seine auf „Lambada“ basierende Version des berühmten Songs für einen Actionfilm und drehte dazu ein Musikvideo. In dem Video wird die Geschichte von Chico & Roberta weitererzählt, die sich nach fast 30 Jahren wiedersehen und dennoch kein Paar werden.

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